Ein Recht auf Rausch gibt es nicht

Ein Recht auf Rausch gibt es nicht

Auch im Gefängnis gibt es kein Recht auf Rausch
In dem zugrundeliegenden Fall händigte ein in der Sicherungsverwahrung Untergebrachter bei einer durchgeführten Personenkontrolle eine Zigarettenschachtel mit einer Substanz aus, in der sich neben Zigaretten auch Haschisch befand.
Das Oberlandesgericht bestätigte in seinem Beschluss die erstinstanzliche Entscheidung der Strafvollstreckungskammer, in der diese klar stellte, dass der Besitz und Konsum von Haschisch bei einem Sicherungsverwahrten ebenso wie bei einem Strafgefangenen eine schwere Verfehlung darstellt und mit einer Disziplinarmaßnahme geahndet werden kann. Es bestehe auch kein Anlass, den Besitz von Haschisch als weniger schwerwiegenden Verstoß einzustufen als den Konsum des Betäubungsmittels.
Bei der Verhängung einer Disziplinarmaßnahme ist allerdings immer auf die Einhaltung des Grundsatzes des Gebots der Verhältnismäßigkeit zu achten. So dass in die Abwägung grundsätzlich auch miteinfließen muss, dass der Betroffene die Drogen von sich aus gezeigt und zudem insoweit nicht vorbelastet war.

Immer wieder ist der Körperschmuggel in die Justizvollzugsanstalt ein gravierendes Problem. Dabei werden von den beteiligten Körperschmugglern alle möglichen leicht zugängliche Körperöffnungen als Trasportmittel gnutzt, um dort Drogen und andere verbotene Dinge wie Handy etc. zu schmuggeln. Dabei handelt es sich nicht nur um eine erhebliche Gesundheitsgefahr, in die sich die Schmuggler begeben, sondern auch um eine Straftat, nämlich das Handeltreiben mit Betäubungsmitteln. Der Körperschmuggelist demnach von größt möglicher Gefahr.