Kachelmann unterliegt Springer überwiegend

Kachelmann unterliegt Springer überwiegend

Kachelmann unterliegt Springer überwiegend. Nur mit einer Quote von etwa 30% hat der Kachelmann sein Verfahren gegen Bild und Bild.de gewonnen. Mit anderen Worten: Er war mit mehr als 70% unterlegen gewesen. Nach den Meldungen von Beck news hat Herr Kachelmann teilweise gegen den Springer Verlag obsiegt. Von den klageweise geltend gemachten EUR 2,25 Millionen sind aber nur EUR 635.00 dem Kachelmann zugesprochen worden. Es ist also eine Quote von knapp 30% für Herrn Kachelmann geworden, der die Medien zu Jubelstürmen veranlasst hat.
Unverständlich.
Wenn der Autor eine Klage für seinen Mandanten zu 100% erhebt und mit über 70% unterliegt, ist der Mandant (zu Recht) sehr unzufrieden.

Beck news schreibt zu Kachelmann: In den Verfahren um die Berichterstattung von „Bild“, „Bild am Sonntag“ und „bild.de“ über das Strafverfahren wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung gegen Jörg Kachelmann muss der Springer-Konzern dem Wetterexperten eine Entschädigung von 635.000 Euro zahlen. Dies hat das Landgericht Köln am 30.09.2015 entschieden.
Ursprünglich hatte Kachelmann 2,25 Millionen Euro gefordert. In seiner Begründung hat das Gericht nach Angaben der „Bild“-Zeitung deutlich gemacht, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass „Bild“ vorsätzlich und mit Schädigungsabsicht gehandelt habe. Das LG habe weiter festgestellt, dass sich „Bild“ nicht rücksichtslos der Grenze zwischen dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht und der Pressefreiheit angenähert habe. „Bild“ könne aber der Vorwurf gemacht werden, „auf einem außerordentlich schwierigen Gebiet der Abwägung der widerstreitenden Grundrechtspositionen die rechtliche Grenzziehung fahrlässig verfehlt zu haben.“