Steuern auf Erlös aus dem Verkauf von Diebesgut

Steuern auf Erlös aus dem Verkauf von Diebesgut

In einer sehr umstrittenen Entscheidung hat das Amtsgericht Bremen einen Beschuldigten wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Zuvor war der Mann bereits wegen Diebstahls von Telefonkarten verurteilt worden.
Er hatt seinem Arbeitgeber Telefonkarten gestohlen und diese gewinnbringend verkauft. Es soll nach den Angaben der Staatsanwaltschaft und des Finanzamts ein Gewinn von insgesamt 900.000 Euro „erwirtschaftet“ worden sein. Mehrere Jahre lang gab dieser Mann keine Steuererklärungen ab: Im Nachgang hat er nur eine Erklärung dem Finanzamt gegenüber abgegeben, wonach er Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit in dem Unternehmen erzielt hat. Die Finanzbehörden wurden aufgrund von größeren Ausgaben des Mannes für den Bau eines Einfamilienhauses aufmerksam und leiteten Ermittlungen ein. Das Finanzamt beziffert die seit 2005 geschuldete Einkommens-, Gewerbe-, und Umsatzsteuer auf rund 350.000 Euro.

Das Amtsgericht Bremen hat eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren und eine erhebliche Geldauflage gegen den Mann festgesetzt.